Manschettenknöpfe tragen

Ein Manschettenknopf ist ein loser Knopf, der für ein Herrenoberhemd verwendet wird, das am Ärmel (Manschette) keinen festen Knopf besitzt, sondern nur Knopflöcher (mittleres Bild). Die Manschettenknöpfe sind in der Regel jederzeit sichtbar, da die Manschetten unten aus dem Ärmel eines Sakkos oder Pullovers herausschauen. Den Manschettenknopf gibt es in vielen Varianten, aus verschiedenen Materialien und mit unterschiedlichen (manchmal auch persönlichen) Designs. Die exklusivsten ( und klassischsten) Varianten sind diejenigen aus Edelmetall, mit auf dem Knopf einen einfachen Strich oder dergleichen.

 

Wie man Manschettenknöpfe trägt

Ein Manschettenknopf besteht aus dem Knopf selbst, mit einem festen Querstäbchen in der Mitte; ein zweites Stäbchen enthält in der Mitte ein rotierendes Scharnier, womit es am Ende des ersten Stäbchens befestigt ist. Indem man das zweite Stäbchen der Länge nach in Richtung des ersten Stäbchens dreht, erhält man einen Knopf mit nur einem hervorstehendem Stäbchen, den man durch beide Knopflöcher des Ärmels eines Oberhemdes steckt. Indem man wieder das drehbare Stäbchen in die Querrichtung dreht, wird verhindert, dass der Knopf einfach wieder herausfällt und so wird das Ganze fest gesteckt.

Aber auch Doppelmanschettenknöpfe sind üblich: zwei identische Knöpfe, die alle zwei auf beiden Seiten eines Querstäbchens befestigt sind. Der Knopf sollte wohl klein genug sein, um durch das Knopfloch zu passen. Einer der zwei Knöpfe rotiert nämlich am Querstäbchen, so dass er in die gleiche Richtung als das Querstäbchen gedreht werden kann. So passen dann Knopf und Stäbchen beide durch das Knopfloch. Nachdem sie hindurch gesteckt wurden, dreht man den Knopf wieder gerade, so dass er wieder parallel zum anderen Knopf hin festsitzt. Der drehbare Knopf erfüllt eigentlich die gleiche Funktion wie das obige zweite Stäbchen. Statt eines Querstäbchens können beide Knöpfe auch durch eine Kette miteinander verbunden sein.

 

Geschichte

Klassische Manschettenknöpfe werden von der (männlichen) Oberschicht schon seit Anfang des siebzehnten Jahrhunderts getragen. Seit dem neunzehntem Jahrhundert kamen sie auch bei einem breiteren Publikum in Mode. Der Manschettenknopf erlebte seine größte Beliebtheit in den 20er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. In dieser Zeit war ein großes Assortiment von schön dekorierten Varianten verfügbar. Während des zwanzigsten Jahrhunderts hat der allgemeine Gebrauch wieder etwas nachgelassen; seit den 60er Jahren begann man sich überhaupt viel weniger formell zu kleiden. Bei ganz normalen Anlässen wurde mehr und mehr ein lockeres Herrensporthemd getragen, wobei die Knöpfe schon am Sporthemd befestigt sind, so wie es jetzt bei den meisten Herrenoberhemden üblich ist. Bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die Manschettenknöpfe vor allem mehr bei formelleren Anlässen getragen, wie z. B. im Büro und auf Partys, in Kombination mit Anzug, Smoking, Frack oder Cut. Aber in der letzten Zeit jedoch gibt es wieder mehr Wertschätzung für diesen klassischen ,,Männerschmuck”, er wird als ein Mode-item gehandelt. Dies kann vielleicht durch den allgemeinen Trend einer größeren kulturellen Nostalgie, die in den 90er Jahren entstand, erklärt werden.

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